Sternsinger

6. Jänner 2021

Heuer war es ein wenig anders - und es war schön.

Mit sechs Königen - jeweils zwei Vertretern aus unseren drei Pfarren durften wir den Gottesdienst feiern: mit sehr würdigen Königen, die sich mit Lesung, Gabentexten und Fürbitten so einbrachten, dass Glaube und Gottesliebe zum Ausdruck kamen - ein tiefer Ernst, der sie zu guten Boten der frohen Botschaft macht. Herr Diakon Franz Reinhartshuber stellte die Weisen in seiner Ansprache als Männer vor, in denen Gott die Sehnsucht nach ihm wachgerufen hatte und die dieser Sehnsucht gefolgt waren, bis sie Gott im Kind fanden, ihm huldigten und ihm ihre Geschenke brachten: Gold für den König, Weihrauch für den Priester und das Gebet, Myrrhe für die Schmerzen, aber auch für die Auferstehung und das ewige Leben. Wieder in Heimat wurden sie zu den ersten Boten der Liebe Gottes, zu einem Gott, zu dem man immer kommen darf und als Gaben auch alles Leid bringen kann, nicht nur die Freude. Zu einem Gott, der Frieden schenken will, im Herzen und unter den Menschen. Diese Botschaft weiterzutragen und Segen zu bringen, ist heute eine Aufgabe der Sternsinger - und sie tun es jedes Jahr mit Freude. Auch in diesem Gottesdienst ist das zu spüren.

Da die Könige heuer nicht von Haus zu Haus ziehen, sind alle eingeladen, sich die gesegneten Aufkleber in der Pfarrkirche zu holen.

Das zweite Anliegen der Sternsinger ist die Bitte um eine Spende. Auch zum großherzigen Geben lud Herr Diakon Franz Reinhartshuber ein - heuer sind Spenden noch wichtiger, da die Covid-19-Pandemie die ärmeren Länder härter trifft als uns. Laufende und neue Projekte sollen finanziert werden. Als Beispielland wird Indien vorgestellt - Bauern brauchen in Dürregebieten dringend Wasserspeicher und Bewässerungsanlagen, damit sie so viel erwirtschaften können, dass die Kinder zur Schule gehen können und nicht durch Arbeit zum Lebensunterhalt beitragen müssen.

Erlagscheine liegen auch dazu auf und im Pfarrhof werden Spenden ebenfalls entgegengenommen. Und wer die Pfarrkirche besucht, darf geweihtes Salz und Wasser mitnehmen - es möge vor Unheil an Leib und Seele bewahren, Freude und Segen schenken.

Mit Dankbarkeit für das gemeinsame Feiern - im Altarraum Herr Diakon Franz Reinhartshuber und die Könige, an der Orgel Sabine Fischl-Promitzer und als Techniker Hans Höck und Jochem de Wit entstand ein abschließendes Gruppenfoto, das lange an diesen besonderen Sternsingergottesdienst erinnern soll.

Ein weiteres Gruppenfoto entstand vor der Dorfkrippe.



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Fotos und Fotorechte: Martina Pfandl