Pfarrkirche

Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde 1506 im spätgotischen Stil erbaut und 1732 und 1877 verlängert. Die beiden Verlängerungen des Langhauses zeigen innen ein einfaches Stichkappentonnen-gewölbe mit Pfeilern und rechteckigen Fenstern. 2007 erfolgte der neue seitliche Anbau für die Sakristei und die Chorempore sowie den Aufgang zu den Emporen.

Vom gotischen Bau ist das Spitzbogenportal aus rotem Marmor im Westen und der Nordturm (51 m hoch) mit dem 1782 erneuerten Spitzhelm erhalten. Im Turm hängen 4 Glocken, die 1947 aus Bronze gegossen wurden: die Knappenglocke, die Bauernglocke, die Kriegerglocke und die Sterbeglocke.

 

Die aus Kupfer getriebene Tür (Sündenfall, Verkündigung, Auferstandener und Johannes d. T.) stammt von Elmar Kopp in Imst (1962/63).  

Beim Betreten der Kirche fällt der Blick zuerst auf den Marienaltar. Auf dem Weg in den Altarraum sieht man auf der Nordseite den Großteil der Kreuzwegstationen sowie das große Kreuz. Die Kreuzwegbilder wurden 1963 entfernt und nach der Innenrenovierung 1986 wieder angebracht.

 

Der Altarraum wird geprägt vom Marienaltar mit dem Rokokobaldachin. An der Seite befinden sich zwei Leuchter tragende Renaissanceengel vom Ende des 17. Jahrhunderts. Ein harmonisches Bild bietend, steht darunter der barocke Drehtabernakel, der im Zuge der Renovierung aus dem Diözesanarchiv neu erworben werden konnte. Der Unterbau wurde aus Häringer Stein neu geschaffen. Einen weiteren Blickfang bietet der neue Ambo - ebenfalls aus Kalkstein vom Pölven. Und auch der Altarsockel wurde von Meister Guggenberger, Kramsach, aus dem örtlichen Stein geschaffen. In der schlichten Form kommt die Reliquienmonstranz, die ein Partikel des Kreuzes Christi enthält und die anlässlich der Kirchweihe 2008 eingesetzt wurde, gut zur Geltung. In der Altarplatte sind  Heiligenreliquien eingesetzt, die von der Altarweihe nach der Renovierung 1962/63 sowie von der Weihe 1698 stammen.

 

Blickt man dann zurück zum Portal, so fällt der Blick auf die neue Betempore und das neue Glasfenster mit dem Motiv "In den Abend sollen Engel dich geleiten". 

In der Brüstung der Chorempore stehen vier Heiligenfiguren: Josef, Paulus, Johannes, und Joachim - wobei Paulus und Johannes in Bad Häring als Wetterheilige angerufen werden.

An drei Pfeilern des Langhauses hängen die Statuen von Johannes d. Täufer, dem Kirchenpatron, sowie von Katharina und Barbara aus dem 18. Jahrhundert. Unter der Statue der Heiligen Katharina steht der Taufstein mit dem Motiv der Taufe Jesu.

 

Die Apostelkreuze an den tragenden Mauern der Kirche erinnern daran, dass die Kirche auf dem Fundament der Apostel errichtet ist. Im Zuge der Umbauarbeiten hat man solche Kreuze auch in den Mauerteilen einer Vorgängerkirche (vor 1500, die man für den Bau der bestehenden Kirche wieder verwendete) gefunden.
Unter der Statue der Heiligen Barbara steht die Säule mit einem Monatsheiligen. Und in der Mauernische, wo vor dem Umbau die südliche Seitentüre hinausführte, hat die Schutzengelstatue ihren Platz gefunden.

Die Glasgemälde mit verschiedenen Heiligen für die Fensterwurden nach einem Entwurf von G. Schuller 1936/37 von der Glasmalereianstalt Innsbruck hergestellt.  

Krippe

Die Krippenlandschaft der Pfarrkirche Bad Häring stammt von Ferdinand Belfin aus Bad Häring. 1984 wurde sie erstmals aufgestellt. In den Folgejahren schnitzte er noch Schafe dazu.

Bei den Figuren handelt es sich um Giner-Figuren von der bekannten Schnitzerfamilie aus Thaur.

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Martina Pfandl, 6323 Bad Häring, m.pfandl@tsn.at

Fotos und Fotorechte: Martina Pfandl