Schutzengelandacht
Aktualisiert: vor 23 Stunden
Oktober 2026

Am Festtag der heiligen Schutzengel feierten wir die traditionelle Andacht beim Bildstock auf der Dallnscheibe. Herr Diakon Franz Reinhartshuber begrüßte die Feiergemeinde und führte in das Thema der Schutzengel ein. Die Geschichte einer Befreiung aus der KZ-Gefangenschaft im Jahr 1945 machte nachdenklich und zugleich hoffnungsvoll: Ein Priester hatte während seiner 7-jährigen Haft täglich zum heiligen Petrus gebetet, den ein Engel aus dem Gefängnis geführt hatte. Nun wurde das auch für ihn und andere Geistliche Wirklichkeit. In der Ansprache berührte uns Herr Diakon Franz Reinhartshuber mit einer persönlichen Erfahrung: Die Geschwindigkeit einhaltend, war er auf der Straße unterwegs, als ihm irgendwas oder irgendjemand eingab, er solle langsamer fahren, was er tat. Und dann sprang ein Kind aus dem Gebüsch und rannte über die Straße. Wäre er mit der erlaubten Geschwindigkeit gefahren, hätte er vermutlich nicht mehr bremsen können, und so passierte nichts. Wenn wir nachdenken, fallen bestimmt jedem von uns Situationen ein, in denen ein Unglück verhindert oder gemildert wurde durch etwas, das wir nicht genau erklären können. Das Vertrauen der Menschen in den Schutzengel ist unterschiedlich, und so ist es gut, wenn wir nicht nur unseren eigenen Engel um Schutz für uns bitten, sondern auch für andere Menschen beten. Und manchmal können wir selbst für andere wie ein Schutzengel sein und helfend oder warnend eingreifen.
Zum Abschluss dieser stimmigen Andacht spendete Herr Pfarrer Stefan Schantl, der zu unserer Freude überraschend gekommen war und mitfeierte, den Schlusssegen. Herr Diakon Franz Reinhartshuber bedankte sich für das Mitfeiern und alle Vorbereitungen und lud im Namen des Turnvereines und des Pfarrgemeinderates zur Agape ein: Saft, Glühwein, Kuchen, Brot, Trauben - das ließen sich alle bei fröhlicher Plauderei gut schmecken.


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