Ostersonntag

5. April 2015


Am Ostersonntag kündigt der große Einzug des Priesters mit den Ministranten vom Kirchenportal her das festliche Osterhochamt an und leitet es ein. Nach der Inzensierung des Altares begrüßt Herr Pfarrer Rainer Hangler die große Feiergemeinde. Vor allem in der Erwartung der Speisenweihe sind viele Erwachsene und Kinder zu diesem Gottesdienst gekommen.

Durch die Verwendung des Weihrauchs und die festliche Kasel des Priesters mit dem entsprechenden Kelchtuch als äußeres Zeichen ist der hohe Festcharakter bereits sichtbar. Unterstrichen wird er vom Kirchenchor, der die "Kleine Orgelsolomesse" von Joseph Haydn singt. Auch das Kyrie und das Credo nach der Ansprache werden gesungen.

In der Homilie spricht Herr Pfarrer Rainer Hangler über die Bedeutung des Osterfestes. Anders als Weihnachten ist es ein bewegliches Fest, da es sich am jüdischen Festkalender, dem Pessachfest, orientiert und stets am Sonntag nach dem 1. Frühjahrsvollmond gefeiert wird. Zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten feiern die Juden jedes Jahr an einem Sabbat Pessach und gedenken des Bundesschlusses mit Gott. Wenn nun einen Wochentag später die Christen die Auferstehung Jesu feiern, so bedeutet das die Erfüllung aller Verheißungen durch den Neuen Bund, der Erlösung ermöglicht und für alle Menschen mit Jesus geschlossen ist. Während der Alte Bund für das jüdische Volk gültig ist, so wird nun Gottes Bund mit den Menschen auf alle Völker ausgeweitet. Die Apostel sind die Ersten, die berufen sind, die Botschaft weiterzutragen und am Heilsplan Gottes mitzuwirken. In der Feier der Eucharistie bleiben Jesus und der Neue Bund gegenwärtig, sodass wir daran Anteil haben. Wenn zu Ostern Speisen gesegnet werden, so kann Jesus auch in der Hauskirche gegenwärtig sein.

Ein wichtiges Sinnbild für die Auferstehung ist die Osterkerze - ihr Licht kann den Glauben entzünden. Wichtig ist, dass wir die Botschaft Jesu in unser Herz lassen - wir müssen nicht alles mit dem Verstand durchdringen.

Nach der Eucharistiefeier nimmt Herr Pfarrer Rainer Hangler die Segnung der Speisen vor und wünscht allen, dass sie die Gegenwart Gottes aus dem Kirchenraum mit in die Hauskirche der Familie nehmen, wenn sie die Speisen miteinander teilen. An den Tourismusverband richtet er den Dank für die aufmerksame Ostergabe - die Ministranten dürfen nach der Messe wieder Ostereier verteilen.

Abschließend bedankt er sich besonders beim Kirchenchor unter der Leitung von Sabine Fischl-Promitzer, bei Alexander Steinbacher an der Orgel und bei den Musikerinnen mit den Streichinstrumenten für die großartige musikalische Gestaltung des Osterhochamtes.

Wie die Eröffnung mit Volksgesang begonnen hat, stimmen nach dem Schlusssegen alle in das Schlusslied ein.

Und die Mitglieder des Chores kommen für ein Foto in den Altarraum, für das auch Herr Pfarrer Rainer Hangler noch Zeit hat.


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