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Maria Himmelfahrt und Ministrantenehrung

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Aktualisiert: vor 3 Stunden

  1. August 2026


Am Vorabend des Hochfestes der Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel zelebrierte Herr Kooperator Klaus Pirchmoser den Festgottesdienst, den der Johanneschor unter der Leitung von Johann Maier musikalisch sehr schön gestaltete. Herr Pfarrer Stefan Schantl war überraschend gekommen und konzelebrierte und als Diakon feierte Jürgen Rauscher mit. Beim großen Einzug vom Hauptportal herein beeindruckte einmal mehr die große Zahl an kleinen und großen Ministranten. Kräuterduft erfüllte die Pfarrkirche - sie segnen zu lassen ist ein Brauch, der vor etwa 1000 Jahren bekannt wurde, während das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel bereits seit etwa 1500 Jahren gefeiert wird, wie Herr Kooperator Klaus Pirchmoser in der Predigt ausführte. Kräuter und ihre Verwendung dienen mehr dem Körperlichen, doch unser Denken sollte immer auch in die Ewigkeit bei Gott ausgerichtet sein, in die Maria entschlafen ist, rein von aller Sünde. Als neue Bundeslade - im Alten Testament wurden in der Bundeslade die Gebote-Tafeln aufbewahrt - trug sie Jesus unter ihrem Herzen und gab Gott Heimat in sich. Auch wir dürfen Bundeslade für Gott sein, wenn wir den Leib Christi empfangen. Maria war aber nicht nur die Frau, die Jesus gebar und ihn ernährte, sie war vielmehr jene, die auch das Wort Gottes hörte und es befolgte. Darin dürfen wir sie immer als Vorbild nehmen. Wie Paulus es im Brief an die Korinther ausführt, ist Christus durch seine Auferstehung Sieger und schenkt auch uns den Sieg über Tod und Sünde. Den Glauben und das Christsein zu leben, ist für uns nicht leicht und immer wieder einmal kehren wir vom Weg ab oder bedürfen einer Stärkung. Psychische Erkrankungen nehmen zu. Ähnlich wie man aus Kräutern Heilmittel für den Körper bereitet, kennt die Kirche Heilmittel besonders für unsere Seele: zunächst das Sakrament der Krankensalbung. Gut ist es, wenn diesem Sakrament das Sakrament der Beichte und Versöhnung vorausgeht und ihm der Empfang des Leibes Christi folgt. Bewusst und bekannt ist dies wohl vielen Christen, aber das Wissen alleine reicht nicht aus, den Schritt zu tun ist entscheidend. Mit Blick auf die Gottesmutter Maria kann das gelingen. In Tirol hat Maria Himmelfahrt, der Hohe Frauentag, zudem eine weitere besondere Bedeutung. Am Landesfeiertag gedenkt man der Befreiung Tirols von der bayerisch-französischen Besatzung im Jahr 1809. Mit dem Mariengebet, das damals als Dank gesprochen wurde, schloss Herr Kooperator Klaus Pirchmoser seine Predigt, der wir sehr aufmerksam zugehört hatten, ab. Bei den Fürbitten baten wir um Segen, Freude und einen starken Glauben, der Halt gibt: für unsere Ministranten, für den Johanneschor, für alle, die Frieden stiften und in Kriegsgebieten helfen, für alle Erwachsenen, die für ihre Familie sorgen, für die Frauen, die Kräuterbuschen binden, und für alle Leidenden. Nach der Eucharistiefeier segnete Herr Kooperator Klaus Pirchmoser die Kräuterbuschen und das Brot für die Agape. Anschließend nahm Herr Diakon Franz Reinhartshuber die Ehrung der treuen Ministranten vor und bedankte sich bei ihren Eltern für die Unterstützung. 77 Ministrantendienste verrichtete Patrizia, 84 Dienste ihr Bruder Martin und 94-mal hatte Lara im vergangenen Jahr ministriert. Darauf folgten noch mehrere, die durchschnittlich einmal pro Woche zur Messe gekommen waren. Das 10-jährige Jubiläum feierte Noah, der an diesem Tag leider verhindert war - aber den Applaus richtete ihm seine Familie bestimmt aus. Herr Kooperator Klaus Pirchmoser schloss sich den Dankesworten an und ergänzte sie mit dem Dank an Herrn Diakon Franz Reinhartshuber für die so gute Betreuung der Ministrantenschar. Außerdem bedankte er sich beim Johanneschor für die musikalische Gestaltung und bei den Bäurinnen für das Binden der Kräuterbuschen, die gegen einen Spende im Anschluss auf dem Kirchplatz verteilt wurden. Nach dem Schlusssegen und dem Schlusslied ließen wir den Festabend mit der Agape auf dem Kirchplatz ausklingen, wo es zur nächtlichen Stunde angenehm kühl wurde, sodass kaum einer rasch ans Nachhause-Gehen dachte. Der Spendenerlös, der für die Kräuterbuschen einging, kommt dem Pfarrgemeinderat zugute. Es ist eine hohe Summe von etwa 750,00 €. Dafür sagen wir herzlich danke. Ein großes Danke ergeht auch an die Mitglieder des Pfarrgemeinderates für die Ausrichtung der Agape und das Miteinander.


Gruppenfoto - nach dem Binden der Kräuterbuschen


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