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KBW (Sehn)süchte

vor 4 Tagen
2 Min. Lesezeit
  1. Oktober 2026

 

Nach der Begrüßung durch Robert Pristach, Leiter des KBW-Bad Häring, erzählte der Referent Herr Martin Rosker von seinem beruflichen Werdegang und ging dann mit einem sehr lebendigen Vortrag, bei dem er immer wieder die Zuhörer mit eingebunden hat, auf das Thema „Suchterkrankungen“ ein. Er meinte zum Einstieg in diese Materie, eine Suchterkrankung ist eine chronische Krankheit des Gehirns, bei der ein unkontrollierter Drang nach einer bestimmten Substanz oder einem bestimmten Verhalten besteht. Dabei gibt es zwei Formen der Sucht, die stoffgebundenen Süchte, 

dazu gehören Alkohol, Nikotin, illegale Drogen und Medikamente und die Verhaltenssüchte,   

wie Glücksspiel, Computerspielen oder Kaufen.

Im Weiteren sprach der Vortragende über die Entstehung und Verbreitung von Sucht und Abhängigkeit sowie über Risken, die es gibt, um süchtig zu werden. Sehr anschaulich schilderte er, welche Auswirkungen Suchtprobleme auf das soziale Umfeld haben, und brachte immer wieder anschauliche Beispiele aus seiner beruflichen Tätigkeit.

Bei der Aufzählung und Beurteilung teilte der Referent die Suchtmittel in legale Suchtmittel, wie Alkohol, Nikotin, Koffein, Zucker, Klebstoffe u.dgl., sowie in illegale Suchtmittel, wie psychoreaktive Substanzen, Stimulanzien und dämpfende / beruhigende Suchtmittel ein. Eindringlich warnte er, dass schon die einmalige Anwendung von z. B. Speed, süchtig machen kann.

Zum Thema Alkohol wies Martin Rosker darauf hin, dass Alkoholkrankheit, nach medizinischem Verständnis, nicht als im klassischen Sinne „heilbar“ ist, sondern als eine chronische Erkrankung verstanden wird. Das bedeutet: Betroffene können die Sucht zwar erfolgreich zum Stillstand bringen und ein völlig normales Leben führen, bleiben aber ein Leben lang gefährdet. Schon bei erneutem Konsum, in geringster Menge (z. B. in Mehlspeisen), besteht die Gefahr wieder die Kontrolle zu verlieren.

Weiters sprach der Vortragende über Anzeichen, die auf Suchtprobleme hinweisen und wie Angehörige reagieren können. Praxisnahe Einblicke in die Suchtbehandlung rundeten den Vortragsabend ab.

Nach lebhafter Diskussion und auch einigen Einzelgesprächen bedankte sich Robert Pristach beim Referenten für den sehr interessanten Vortrag, bei den Teilnehmern für ihr Kommen und wünschte allen noch einen schönen Abend.


Bericht und Fotorechte: Robert Pristach


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