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KBW Die Demokratie ist für den Hugo

  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
  1. Februar 2026

An die hundert Besucher konnte Robert Pristach, Leiter der KBW-Bad Häring, am 11.02.2026 im Gesundheitshotel VIVEA zu einem Nachhilfekabarett in Politischer Bildung: „Die Demokratie ist für den Hugo“ begrüßen. Der Politologe, Prof. Dr. Markus Pausch, schlüpfte in die Rolle des Hugo Valerian, in der er in der Rolle eines fiktiven Populisten, mit verführerischen Reden das Publikum für seine Bewegung „Auf Auf und Voran“ gewinnen will. Dabei bediente er sich des ganzen Repertoires des Populismus: von der Lüge und Halbwahrheiten über Verschwörungstheorien bis zu simplen Lösungen für diverse Probleme. Doch seine Reden bleiben nicht unwidersprochen. In seiner Doppelrolle analysiert der Politologe den von ihm verkörperten Politiker und seine Methoden. In seinen Ausführungen bezeichnete er den Populismus als einen Politikstil, der eine homogene Gruppe („das wahre Volk“) einer vermeintlich korrupten Elite gegenüberstellt. Populistische Akteure suggerieren einfache Lösungen für komplexe Probleme, schüren Ängste und nutzen Polarisierung, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Sie behaupten oft, als einzige den „Willen des Volkes“ zu vertreten. Weiters führte der Politikwissenschafter mit kabarettistischem Talent, in seinen Analysen, Merkmale populistischen Handelns an:

+ Anti-Elitarismus: Scharfe Kritik an Politikern, Medien, Wissenschaft oder der EU.

+ Vereinfachung: Komplexe Sachverhalte werden stark vereinfacht dargestellt.

+ Volksbezug: Das Volk wird als eine Einheit gesehen, der man eine Stimme geben will.

+ Emotionalisierung: Ängste und Vorurteile werden instrumentalisiert.

+ Moralisierung und Feindbilder: Gegner werden moralisch abgewertet.

+ Personalisierung: Konzentration auf charismatische Anführer.

Der Populismus bevorzugt einfache, emotional ansprechende Botschaften, um komplexe       politische wirtschaftliche oder soziale Probleme zu erklären. Indem sie vorhandene Ängste und Ressentiments aufgreifen, agitieren Populisten gegen etablierte politische Institutionen, Parteien und Eliten. Populismus kann als Gefahr für Demokratie gelten, da er Pluralismus ablehnt.

 

In der anschließenden Diskussion betonte Markus Pausch, dass wir Menschen nicht vorschnell verurteilen oder in eine Schublade stecken sollen, wenn sie anderer Meinung sind. Wichtig sei das offene Gespräch, mehr Kommunikation mit Politikerinnen und Politikern in, auch vor Ort anzubietenden Diskussionsrunden. Auch dem Hass in den Sozialen Medien müsste man mehr entgegenwirken, indem diesen deutlich strengere Grenzen auferlegt werden müssten. Abschließend meinte Markus Pausch, der an der Fachhochschule lehrt: „Wir sollten uns an die Errungenschaften der Demokratie erinnern und diese weiterentwickeln.

 

Das Kabarett zielte darauf ab, die Strategien der Populisten, auch durch satirische Mittel sichtbar zu machen, zu durchschauen und damit einen kritischen Blick zu ermöglichen. Das Lachen über populistische und autoritäre Politiker ist in diesen Zeiten auch ein wichtiges Ventil, denn Lachen ist eine Form des Widerstands gegen jene, die sich für etwas Besseres halten.

 

Zum Abschluss bedankte sich Robert Pristach für die gute, dem Thema entsprechende, aber auch nachdenklich stimmende Veranstaltung, für den zahlreichen Besuch und wünschte noch einen schönen Abend.


Bericht und Fotos: Robert Pristach


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