Karfreitagsliturgie
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Aktualisiert: vor 4 Tagen
April 2026

Am Karfreitag rufen die Ministranten mit den Ratschen zum Gottesdienst, da die Kirchenglocken schweigen. Die Liturgie steht im Zeichen des Kreuzestodes Jesu und beginnt mit einem stillen Einzug des Priesters, der Diakone und Ministranten in die kaum beleuchtete und schmucklose Kirche. Während Priester und Diakone sich zum Zeichen der Demut im Altarraum auf den Boden hinstrecken, machen die Ministranten eine Kniebeuge.
Nach der Stille sprach Herr Kooperator Klaus Pirchmoser das Eröffnungsgebet und es folgten die Lesungen. Anschließend wurde die Passion mit verteilten Rollen vorgetragen. In der Predigt lenkte Herr Kooperator Klaus Pirchmoser unsere Gedanken zum Kreuz, zu den Kruzifix-Darstellungen. Wie bedeutend muss Jesus Tod im Vergleich zu den vielen anderen Kreuzigungen gewesen sein, wenn man dies heute noch so häufig darstellt. Welche Bedeutung hat das Kreuz für uns persönlich? Manche Menschen ehren das Kreuz sehr, manche gehen eher achtlos vorüber, ohne daran zu denken, dass Jesus aus Liebe für uns gestorben ist. Und manche würden am liebsten alle Kreuze entfernen, in den Räumen, auf den Bergspitzen und entlang der Wege. Ein Kreuz und seine Verehrung kann uns helfen, uns der Liebe Gottes zu uns Menschen, zu einem selbst, neu bewusst zu werden. Dieser Liebe sollten wir uns öffnen und sie weitergeben. Es soll unsere freie Entscheidung für Gott sein, denn er zwingt uns zu nichts. So dürfen wir an diesem Tag das Kreuz bewusst verehren, wenn es nach den Großen Fürbitten enthüllt wird. Bei diesen baten wir für die Kirche, den Papst, die Bischöfe und Priester, die Katechumenen, alle Glaubenden, die Einheit der Christen, für die Juden, für alle Nichtgläubigen, für die Regierenden, für die Notleidenden, Kranken und Sterbenden. Anschließend brachten Ministranten in einer feierlichen Prozession das verhüllte Kreuz in den Altarraum, wo Herr Kooperator Klaus Pirchmoser es enthüllte. Danach erfolgte die Verehrung des Kreuzes mit einer Kniebeuge, zuerst durch die Geistlichen und die Ministranten, anschließend durch alle Mitfeiernden.
Am Karfreitag wird keine Messe gefeiert, aber wir dürfen trotzdem den Leib Christi empfangen: Herr Diakon Franz Reinhartshuber und Herr Diakon Stefan Mair holten dazu die konsekrierten Hostien aus dem Seitenaltar.
Gestärkt mit dem Leib Christi und dem abschließenden Segensgebet endet die Liturgie mit einem stillen Auszug des Priesters, der Diakone und Ministranten.
Berührt und ergriffen vom Geschehen am Kreuz dürfen wir in die Stille des Karsamstags gehen.








































































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