Karfreitag

25. März 2016

Am Karfreitag lud die Liturgie ein, eine tiefe Erfahrung mit dem Sterben Christi zu machen - mit seinem Sühnetod zum Heil der Menschen. Im wenig beleuchteten Altarraum war bereits das Heilige Grab aufgestellt.

Die Karfreitagsliturgie begann still mit dem Einzug des Herrn Pfarrers und der Ministranten und einer kurzen Zeit des knienden Betens vor dem Allerheiligsten, bevor er das Tagesgebet sprach. Anschließend erzählte der Lesungstext aus dem Buch Jesaja vom leidenden Gottesknecht, der zerschunden ist und wie ein Lamm, das sich nicht wehrt, zur Opferbank geführt wird.

Danach trug Herr Pfarrer Rainer Hangler mit zwei Lektoren die Passion nach dem Evangelisten Johannes vor. Dazwischen sang der Kirchenchor zum Geschehen abgestimmte Passionslieder, sodass eine besondere Feierlichkeit entstand. Auf das Evangelium folgten die Großen Fürbitten: für die Welt, den Papst, die Bischöfe und Priester, die Taufwerber, die Einheit der Christen, das Volk der Juden, die Menschen, denen der Glaube fehlt, die Politiker und die Bedrängten - bei jeder Bitte erging die Einladung zum Beugen der Knie.

Im nächsten Teil enthüllte der Herr Pfarrer feierlich das Kreuz und lud zur Verehrung ein, zum Gedächtnis an das, was Jesus für die Menschen aus Liebe getan hat.

Der Karfreitag ist der einzige Tag, an dem der Priester keine Messe feiert. Darum begann die Kommunionfeier mit dem Vaterunser und der Herr Pfarrer reichte den Gottesdienstbesuchern bereits gewandelte Hostien, um sie auch an diesem Tag nicht ohne Stärkung durch den Leib Christi zu lassen.

Die folgende Nacht der Grabesruhe macht bewusst, dass Jesus als Mensch gestorben ist und die Endlichkeit des Irdischen mit allen Menschen teilte.

Am Karsamstag Morgen beteten wir die Trauermette vor dem geöffneten Heiligen Grab  und bedachten besonders, dass Jesus hinabgestiegen ist in das Reich des Todes, um Adam und Eva - den verlorenen Menschen - zu erlösen .


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