Firmung

7. Mai 2022

Nach mehreren Monaten der Vorbereitung war die Vorfreude auf das Fest der Firmung sehr groß - es war eine Freude, die auch durch schlechte Wetterprognosen nicht getrübt wurde. Und tatsächlich waren die Regenschirme beim Einzug und beim Auszug nötig.

Vor der VS versammelten sich die Firmlinge mit ihren Familien, um die ersten Fotos zu knipsen und sich noch ein wenig zu unterhalten.

Als die KMK zu hören war, war es Zeit zur Aufstellung und dann traf bereits der Firmspender Prälat Dr. Johann Reißmeier mit Herrn Pfarrer Stefan Schantl, Herrn Diakon Franz Reinhartshuber und den Ministranten zum Einzug in die Kirche ein. Auch Herr Bürgermeister Hermann Ritzer, der als Ehrengast eingeladen war und beim Einzug in den Reihen der KMK spielte, kam zur Begrüßung.

34 Jugendliche mit ihren Familien füllten die Pfarrkirche - für jede Familie war eine Bank reserviert. Nach der Begrüßung durch Herrn Pfarrer Stefan Schantl eröffnete der Firmspender die heilige Messe. Die Bußgedanken wurden von den Firmlingen gesprochen. Sie betrachteten Christus als Licht mit der Gefahr des Erlöschens, als Wahrheit, von deren Weg wir leicht abkommen, und als Liebe, die wir manchmal zurückweisen. Zur Lesung war aus der Apostelgeschichte die Herabkunft des Heiligen Geistes gewählt - mit Sturm und Feuerzungen kam er und brachte Mut und Leben in die Apostel hinein.

In seiner Ansprache bezog sich Herr Prälat Dr. Johann Reißmeier darauf: Stürme kennen wir aus unseren persönlichen Leben - sogar in Wirklichkeit - und wissen, dass sie Pläne zunichte machen können, ordentlich aufrütteln und auch manches zerstören. In unserem Leben kann es gut sein, einmal aufgerüttelt und ein wenig aus der Bahn gebracht zu werden, da sehr viel genau geplant ist und unser Leben Gefahr läuft, eintönig zu werden. Dieses Planen und das Sicherheitsdenken verschütten unsere Sehnsüchte. Kinder haben sie noch viel öfter, sie sprechen davon, Pilot zu werden oder Bürgermeister oder Pfarrer. Eltern meinen es sehr gut, wenn sie ihren Kindern den Weg in die Zukunft ebnen und den Hausbau für sie planen, ohne ihre Sehnsüchte zu kennen oder zu fragen.

In unserer Gesellschaft spielen das Geld und die Wirtschaft eine übermächtig große Rolle - doch nicht jeder wird damit glücklich. Gott möchte uns zu frohen Menschen machen, aber das Gelingen hängt auch von uns ab. Wer Geld und Wirtschaft als das wählt, zu dem er aufblickt, wird auch diesen Geist von oben erhalten. Wer hingegen zu Gott als dem Höchsten aufblickt, wird Heiligen Geist empfangen, und der darf sich getrost aufrütteln lassen. Gott befähigt Menschen zu Großem - und gerade das augenscheinlich Verrückte kann die Welt zum Guten verändern, wie es einige Heilige unter Beweis stellten, z. B. Johannes von Gott, der sich mit guter Führung und Lenkung seiner Begeisterung für Gott der Krankenpflege widmete. Sehnsüchte dürfen nicht zugeschüttet werden, weil das Leben mit guter Planung geordneter verläuft - sie sollten wieder frei gemacht werden. Das soll den Jugendlichen in ihren Familien ermöglicht werden.

Es war eine Ansprache, bei der man das aufmerksame Zuhören spüren konnte.

Anschließend bat Herr Diakon Franz Reinhartshuber, der die Firmlinge in den Katechesen vorbereitet hatte, um die Spendung des Sakramentes und bezeugte, dass sich die Jugendlichen sehr gut vorbereitet hatten.

Nach der Tauferneuerung und einem Gebet um den Heiligen Geist erfolgte die Spendung des Sakramentes: Handauflegung und Salbung sind die beiden wesentlichen Zeichen. In großer Ruhe und sehr würdig kamen die Firmlinge mit ihren Paten nacheinander nach vorne.

Darauf folgten die Fürbitten, die von Firmlingen gesprochen wurden: die Bitte um den Frieden, die Bitte um ein gute Beziehung zu Gott, die Bitte um den Mut sich für Schwache einzusetzen und die Bitte um den Heiligen Geist, um das Antlitz der Erde zu erneuern.

Mit der Eucharistiefeier nahm die heilige Messen ihren weiteren Verlauf.

Vor dem Schlusssegen sprach Lea die Dankesworte - gerichtet an Prälat Dr. Johann Reißmeier für seine Ansprache und die Spendung des Sakramentes und an alle, die mitgewirkt und geholfen hatten: besonders an Herrn Pfarrer Stefan Schantl, Herrn Diakon Franz Reinhartshuber, den Johanneschor für die so schöne musikalische Gestaltung der Messe, die KMK für das Einbegleiten und den Pfarrgemeinderat für die Agape. An den Firmspender überreichte sie eine kleine Danke-Kiste mit regionalen Spezialitäten.

Nach dem Schlusssegen stimmten alle in "Großer Gott, wir loben dich ein" - das kam von Herzen, in Dankbarkeit für das schöne Fest.

Beim Auszug aus der Pfarrkirche hieß es erneut, Schirme aufspannen - bis zum neuen Dorfplatz, denn dort schützten die großen Schirme vor dem Regen und es konnte fröhlich gefeiert werden.

Gesegnetes Brot, Wein und Saft schmeckten sehr gut, Gesprächsstoff gab es genügend und auch persönliche Dankesworte - gerichtet an Herrn Prälat Dr. Johann Reißmeier und an alle, die die Agape vorbereitet hatten, die Brot austeilten und Getränke einschenkten.

Der Alltag führt uns von Gott oft wieder weg und doch wirken Feste wie diese tief in unserem Herzen weiter und schenken Kraft, Mut und Freude.