Erntedank
September 2026

Bei strahlend schönem Herbstwetter feierten wir Erntedank mit der Festmesse in der Pfarrkirche und der anschließenden Prozession. Herr Kooperator Klaus Pirchmoser erläuterte in seiner Predigt die Bedeutung und Entwicklung des Erntedankfestes. Es ist ein sehr altes Fest, die Juden feiern es sogar zweimal im Jahr. Und bei uns war es früher, wie er aus den Erzählungen seines Vaters weiß, ein wirkliches Dankefest für das, was man auf dem Hof geerntet hat, manchmal mehr, manchmal weniger- stets begleitet von der Hoffnung, die Ernte möge als Vorrat für den Winter reichen. Wir leben heute im Wohlstand und haben kaum Sorgen um das tägliche Essen, selbst wenn wir gar nichts selbst anbauen und alles im Geschäft kaufen müssen. Wir spüren auch dort kaum Mangel, alles ist in Fülle vorhanden. Da haben wir allen Grund, danke zu sagen, und das täglich, auch für alles, was wir sonst nützen und was uns das Leben erleichtert: Maschinen, die die Handarbeit ersetzen, Technik, die vieles im Alltag leichter macht, Gesundheitseinrichtungen, Fortschritte in der Medizin,... Hinter all dem steht Gott und er lädt uns ein, in seinem Weinberg zu arbeiten. Das ist die tägliche Aufforderung an uns alle.
Es ist schön, dass die Landjugend, die jedes Jahr die Erntekrone bindet, auch den Lektorendienst für die Lesung und die Fürbitten übernimmt. Und dem Johanneschor unter der Leitung von Johann Maier danken wir für die schöne musikalische Gestaltung der Festmesse.
Im Anschluss führte heuer die Erntedankprozession nach Schönau, da wegen der Schönauer Baustelle zu Fronleichnam die Prozession nach Osterndorf abgehalten wurde. Bei vier Altären hörten wir Evangelienstellen, hielten Fürbitte und empfingen den eucharistischen Segen. Bei jeder Station leitete Herr Kooperator Klaus Pirchmoser das Evangelium mit einigen Sätzen ein, die zum Nachdenken anregten: Komme ich, wenn Jesus mich zur Hochzeit einlädt? Ist Jesus, ist der Leib Christi, die Nahrung für mein Leben? Kannst ich vergeben? Lebe ich die Liebe wie Jesus, damit unser Leben hell wird?
Vor dem Schlusssegen bedankte er sich für das Mitfeiern, besonders bei den Diakonen Stefan Mair und Franz Reinhartshuber, beim Mesner, bei den Ministranten, bei den Trägern, bei den Traditionsvereinen, bei der Landjugend und den Bäurinnen, bei der Feuerwehr auch für das Absperren, für das Vorbereiten der Altäre, für die musikalische Gestaltung durch die KMK Bad Häring und den Johanneschor. Mit großer Dankbarkeit für die schöne Feier stimmten wir in "Großer Gott, wir loben dich" ein, in das traditionelle Schlusslied, dessen Text uns vertraut ist.


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