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KBW Das Herz im Mittelpunkt

Aktualisiert: vor 3 Tagen

  1. Jänner 2026


Bei der Begrüßung meinte Robert Pristach, Leiter des KBW-Bad Häring, in unserem Leben steht das Herz immer wieder im Mittelpunkt, z. B. als Symbol der Liebe, Freude und Barmherzigkeit. Auch bei uns Christen steht das Herz im Mittelpunkt. So scheint das Wort „Herz“ in der Heiligen Schrift etwa 900-mal auf. In diversen Andachten und Gottesdiensten wird das Herz Jesu verehrt. In unserem Körper steht das Herz auch im Mittelpunkt! Im Juni brennen die Herz-Jesu-Feuer, sie erinnern an das Herz-Jesu-Gelöbnis von  1796. Unser Herz ist die Pumpe des Lebens. Beim Tod eines Menschen sagt man: „Das Herz hat aufgehört zu schlagen“!

Laut Statistik Austria sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigsten Todesursachen in Österreich. Die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Versagen ist zwar rückläufig, bleibt aber doch ein großes Gesundheitsproblem. Wir begrüßen heute Dr. Gerald Bode, Facharzt für Innere Medizin, sein Spezialgebiet ist das „Herz“. In seinem Vortrag wird er das Herz in den Mittelpunkt stellen.


Anhand einer Power-Point-Präsentation erklärte Dr. Gerald Bode in einfachen, leicht verständlichen Worten - das Herz ist eine Pumpe, die zwei Kreisläufe bedient: Es pumpt verbrauchtes Blut in die Lunge, wo es Sauerstoff aufnimmt, und pumpt frisches, sauerstoffreiches Blut in den Körper, der so mit Nährstoffen versorgt wird. Der Herzschlag (Taktgeber) sendet elektrische Impulse, die den Herzmuskel zum Zusammenziehen und Entspannen bringt. Er ging dann noch auf wichtige Komponenten wie Vorhöfe, Kammern und Herzklappen ein. Dann erörterte er diverse Herzerkrankungen und meinte: Herzerkrankungen umfassen ein breites Spektrum an Erkrankungen, die den Herzmuskel, die Klappen, Gefäße oder den Rhythmus betreffen. Zu den häufigsten zählen koronare Herzkrankheiten (KHK), Herzinfarkt, Herzschwäche (Insuffizienz), Rhytmusstörungen wie Vorhofflimmern und Herzklappenfehler. Die Erkennung dieser Zustände ist entscheidend für eine frühzeitige Intervention und eine effektive Behandlung. Symptome, die auf einen Herzinfarkt hinweisen, sind:

+ plötzlich einsetzende starke Schmerzen, die länger als fünf Minuten in Ruhe anhalten und die

   überwiegend im Brustkorb oder häufig auch ausschließlich hinter dem Brustbein auftreten.

+ Schmerzen, die in Körperteile wie Arme (meist links), Oberbauch, Rücken, Hals, Kiefer oder

   Schulterblätter ausstrahlen.

+ ein massives Engegefühl, heftiger Druck oder ein starkes Einschnürungsgefühl im Brustkorb.

+ heftiges Brennen im Brustkorb. (Achtung: Verwechslungsgefahr mit Sodbrennen!)

+ Vor allem Frauen verspüren eher ein Engegefühl und der Brustschmerz strahlt vorrangig in

   den Rücken und den Oberbauch aus. (Achtung: Verwechslungsgefahr mit Magenschmerzen!)

 

Besonders betonte der Referent: Bei Warnzeichen zählt jede Minute bis zur medizinischen Notversorgung. Bei Verdacht auf Herzinfarkt und Schlaganfall, bei Herzstillstand und einer Bluthochdruckkrise muss sofort der Rettungsdienst (Notruf 144) alarmiert werden.

 

In Folge ging Dr. Bode auf die diversen Behandlungsmethoden ein und meinte, die Behandlung von Herzerkrankungen entwickeln sich rasant in Richtung minimalinvasiver Verfahren. Katheter unterstützte Techniken wie Herzklappenersatz und Stents ersetzen zunehmend offene Operationen.

 

Weiters sprach der Referent über Vorsorgemaßnahmen. Kurz zusammengefasst: Vorsorge bei Herzerkrankungen basiert auf einem gesunden Lebensstil (Nichtrauchen, wenig Alkohol, mediterrane Ernährung, Sport) und regelmäßigen Checks ab 35 Jahren. Wichtige Früherkennungsmaßnahmen sind die Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinwerten, da diese oft lange symptomlos zu Schäden führen.

 

Nach lebhafter Diskussion und auch einigen Einzelgesprächen bedankte sich Robert Pristach beim Referenten für den sehr interessanten Vortrag, bei den Teilnehmern für ihr Kommen und wünschte allen noch einen schönen Abend.


Bericht und Fotorechte: Robert Pristach


 

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