top of page

Carlo Acutis Ausstellung

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

  1. April 2026


Carlo Acutis - heilig gesprochen am 19. Oktober 2025, ist ein Jugendlicher, dessen Leben aus tiefem Glauben an Gott und im Dienst an den Nächsten Vorbildwirkung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene hat. Darum trafen sich Bad Härings Ministrantenbetreuer und einige Ministranten in Kirchbichl, wo in der Pfarrkirche eine Ausstellung zu den eucharistischen Wundern zu sehen ist, die der heilige Carlo Acutis als Bub zusammengetragen und im Internet verfügbar aufgelistet und beschrieben hat. Dazu begrüßte uns Herr Kooperator Klaus Pirchmoser. Zunächst wurde in einem Film das Leben des jugendlichen Heiligen beschrieben: seine Liebe zum Gebet, zur Eucharistie ("Die Eucharistie ist meine Autobahn zum Himmel!"), seine Aussage zur Beichte („Wie ein Ballon beim Aufsteigen Ballast abwerfen muss, so muss auch die Seele für den Aufstieg in den Himmel die kleinen Gewichte loswerden, die die lässlichen Sünden darstellen.“), seine Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit Notleidenden gegenüber und sein früher Tod. Die Ausstellung über einige der eucharistischen Wunder, von denen weltweit 136 kirchlich anerkannt sind, schenkt einen Einblick in sein Vermächtnis, das zur Missionierung beiträgt und Menschen zum Glauben führt. Als eucharistische Wunder bezeichnet man das Sichtbarwerden von Leib und Blut Christi im gewandelten Brot und Wein. Über alle Jahrhunderte sind solche Offenbarungen Gottes bezeugt und werden zur Verehrung ausgestellt, was Pilgerorte entstehen ließ.

Oft sind eucharistische Wunder mit der Verunehrung des Leibes Christi verbunden, entweder mit seiner Entwendung oder mit dem Unglauben des zelebrierenden Priesters. Letzteres trug sich 1310 auch in Fiecht in Tirol zu. Der Wein wandelte sich in Blut, weil der Priester die Realpräsenz Christi anzweifelte. Ein Teil davon wird heute noch als Reliquie aufbewahrt und verehrt.

Weiters hat Carlo Acutis Beispiele beschrieben, die die Kraft der Eucharistie bezeugen: den Rückzug der angreifenden Sarazenen, als Clara von Assisi vor dem Allerheiligsten betete und Gott um Schutz für die Schwestern und die ganze Stadt bat; die Stärkung durch die Eucharistie, die Niklaus von Flüe etwa zwanzig Jahre ohne Essen zu sich zu nehmen, in seiner Zelle im Ranft leben ließ.

Die Betrachtung der eucharistischen Wunder und das Nachdenken über sie möge uns den Wert der Eucharistie und die Nähe Gottes neu bewusst machen und allgemein zum würdigen Umgang mit Leib und Blut Christi führen. Mit diesem Wunsch schloss Herr Kooperator Klaus Pirchmoser seine Ausführungen ab, denen wir interessiert, still und mit Ehrfurcht zugehört hatten. Im Anschluss an die Führung durch die Ausstellung durften wir noch auf den Turm steigen, der etwa 70 m hoch und somit 20 Meter höher als der Bad Häringer Turm ist: Vier Glocken der ehemaligen Bad Häringer Firma Bühl sorgen für ein klangvolles Geläute.

Nach dieser beeindruckenden Abendstunde, für die wir Herrn Kooperator Klaus Pirchmoser herzlich danken, ließen wir den Tag mit einem Essen bei Don Peppe in Bad Häring ausklingen - die meisten wählten Pizza. An diesen schönen gemeinsamen Abend werden wir uns noch oft gerne erinnern.



bottom of page