Bibelrundeausflug

28. Juli 2021

Zu Bibelrunden konnten wir uns im vergangenen Jahr nur zweimal treffen, und so freuten wir uns umso mehr auf den Ausflug, zu dem auch andere herzlich eingeladen waren. Im Glauben und zur Geselligkeit waren wir unterwegs und den Segen dazu erbat uns Herr Diakon Franz Reinhartshuber in der Begrüßung.

Alpbach war das Ziel am Vormittag - das schönste Dorf Österreichs, dessen Kirche dem hl. Oswald geweiht ist, einem König im heutigen Großbritannien. Er lebte im 7. Jh., wirkte mit friedenbringender Gesinnung und war großzügig gegenüber den Armen. Außerdem hatte er großen Anteil an der Ausbreitung des Christentums. In einer interessanten Führung lernten wir Details der Pfarrkirche kennen und feierten anschließend eine Andacht, die Michael Mitterer passend vorbereitet hatte. Nach einem Rundgang auf dem Friedhof, in dessen Ordnung schmiedeeiserne Kreuze vorgeschrieben sind und wo es auch keine Familiengräber gibt, sondern die Grabstätten nach zwanzig Jahren neu vergeben werden, machten wir eine Wanderung durch den Ort, um uns an den Häusern in der traditionellen Holzbauweise und dem schönen Blumenschmuck zu erfreuen - in größeren oder kleineren Runden waren wir unterwegs, je nach Wanderkräften, und trafen uns danach zum Mittagessen im Gasthaus zur Post.

Nach der angenehmen Mittagspause auf der Terrasse fuhren wir nach Rattenberg, wo Zeit für einen Schaufensterbummel oder zum Besuch der Pfarrkirche blieb, bevor wir uns zur Führung im Augustinermuseum trafen: So nahe gelegen, hatten es doch viele von uns noch nicht besucht und staunten über die Kirche, die Kapellen und alle Ausstellungsexponate. Das Augustinermuseum ist im ehemaligen Augustiner-Eremitenkloster untergebracht, dessen wichtigste Räumlichkeiten - Klosterkirche, Ecce-Homo-Kapelle und gotischer Kreuzgang - zu herausragenden Beispielen Tiroler Baukunst gehören. Gestiftet wurde das Kloster im 14. Jh. von Johann Kummersbrucker und seiner Gattin Anna von Castelbarco. Ihre Grabplatte und vorhandene Gebeine befinden sich in der Klosterkirche. Dort ist besonders das erste Kuppelfresko Tirols bemerkenswert, der sogenannte Augustinerhimmel - mit Vertretern der Augustiner-Chorherren und Augustiner-Eremiten im untersten Bereich, mit Engeln im höheren Bereich und mit der Heiligen Dreifaltigkeit im lichtesten Kuppelbereich. Im Kreuzgang finden sich verschiedenen Figuren - einzelne und Gruppen.

Das Zentrum des Altares in der Ecce-Homo-Kapelle bildet ein spätgotischer Schmerzensmann mit beweglichen Körperteilen. Außerdem hängt in dieser Kapelle ein Bild der Himmelfahrt Mariens, das der Pfarre Bad Häring gehört. (Die meisten Exponate im Museum sind Leihgaben von Pfarren oder Privatpersonen.) Auf der Empore der Kirche wurden Fresken mit der Darstellung bedeutender Augustiner freigelegt und außerdem werden dort Prozessionsfiguren ausgestellt. Im Gang bestaunten wir noch einige Bilder - darunter zwei mit Notburga-Darstellungen.

Die interessante Führung verlief sehr kurzweilig - und sie machte Appetit auf die Kaffeepause im Cafe Freudenschuß. Einige begaben sich ein wenig früher auf den Weg und einige erklommen noch die letzten Stufen auf den Turm, der, um nicht zu schwer zu sein, zum Großteil aus Holz auf die Hoferkapelle aufgesetzt wurde.

Auf der Heimfahrt freuten wir uns über den schönen Tag und dankten Gott und einander für das Miteinander im Glauben und in der Geselligkeit.