Allerheiligen

1. November 2020

Allerheiligen ist ein Fest, das uns alle anspricht und meint, wenn wir jene zu Gott heimgegangene Menschen feiern, die als Heilige verehrt werden, und wenn wir für unsere verwandten Verstorbenen beten - im Vertrauen, dass sie in Gottes Nähe sind und im Vertrauen, dass wir zur Heiligkeit berufen sind und sie in unserem Alltag verwirklichen können, wenn wir die Seligpreisungen zu unseren Leitlinien machen. Herr Pfarrer Josef Gossner lenkte dabei in seiner Ansprache die Gedanken auf jene Menschen, die still und einfach in ihrer täglichen Arbeit den Weg der Seligpreisungen gehen: Ehefrauen, die ihre kranken Gatten pflegen, Verkäuferinnen, die auch am Ende eines langen Arbeitstages noch geduldig auf Kundenwünsche eingehen,... Vor dem Schlussgebet sprach er ein besonderes Fürbittgebet zur Covid-10-Pandemie und bat um Gesundung der Erkrankten, um Kraft für die Pflegenden und um Schutz für alle, die noch nicht erkrankt sind.

Es war eine besondere Allerheiligenmesse - eine Verbindung von dem, was unser Alltagsleben momentan betrifft, mit der Gewissheit des Reiches Gottes, das uns allen verheißen ist und zu dem uns Heilige und Verstorbene vorausgegangen sind.

Herr Diakon Franz Reinhartshuber bedankte sich bei Herrn Pfarrer Josef Gossner für die Feier der heiligen Messe - mit der Einladung, er möge öfter nach Bad Häring kommen.

Wie es in unserer Pfarre Tradition ist, verlas er anschließend an die Messe die Namen der im vergangenen Jahr Verstorbenen und zwei Ministranten durften für jeden eine Kerze entzünden.

Ohne öffentliche Feier zog Herr Diakon Franz Reinhartshuber anschließend mit den Ministranten durch die drei Friedhöfe und segnete alle Gräber - aufgrund der Covid-10-Bestimmungen war keine gemeinsame Feier mit vielen Menschen möglich. Alle Familien waren eingeladen die Gräber persönlich zu besuchen und für die Verstorbenen zu beten - als Anregung lagen Gebetsblätter in der Pfarrkirche auf und Weihwasserfläschchen standen zum Segnen der Gräber bereit, was gerne angenommen wurde.


Grabkultur hat eine große Bedeutung - indem man die Ruhestätten pflegt, Blumen setzt, Gestecke vorbereitet und Kerzen entzündet, ist man den Verstorbenen nahe und versucht, ein wenig vom Paradiesgarten auf der Erde zu verwirklichen.








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Fotos und Fotorechte: Martina Pfandl