Gründonnerstag

14. April 2022

Mit der Feier vom Letzten Abendmahl treten wir in das Leiden und Sterben Christi ein: Sehr feierlich beginnt diese heilige Messe mit Orgelbegleitung, die mit dem Gloria endet und da erklingen auch zum letzten Mal bis zur Osternacht die Glocken: Ministranten läuten die Altarglocken und die Sakristeiglocke. Dann wird es leiser und die Feststimmung verklingt - eine stille Feierlichkeit kommt zum Tragen.

In der Ansprache erläutert Herr Pfarrer Stefan Schantl die Lesungstexte: "Begreift ihr, was ich euch tue?" Diese Frage stellte Jesus den Jüngern und heute ist sie an uns gerichtet: Jesus erweist uns seinen Dienst in der Fußwaschung und macht sich so klein, dass wir in der Eucharistie empfangen können. Sein Bestreben ist nicht Macht, sondern Dienst, und darin sollen die Apostel Beispiel sein, sie, die er dazu berufen hat, die Sakramente mit den Gläubigen zu feiern. Als ihre Nachfolger beruft er Männer als Priester und Bischöfe in seinen Dienst. Gott will uns nahe sein - in den Sakramenten dürfen wir das in besonderer Weise spüren. Er stellt keine besonderen Bedingungen und nimmt uns mit unseren Schwächen an. Mit Vertrauen auf Gott können auch diese in etwas Gutes verwandelt werden. Priester dürfen die Wandlung von Brot und Wein und aller Gaben, die wir auf den Altar legen, durch den Heiligen Geist erbitten - es ist ein Dienst, für den wir um Berufungen beten und über den wir uns mitfreuen dürfen, wenn jungen Männer Christus auf diese Weise folgen.

Das Letzte Abendmahl endet nach dem Schlussgebet nicht mit einem Segen, sondern wird mit der Ölbergprozession fortgesetzt: Der Leib Christi wird vom Herrn Pfarrer, begleitet vom Diakon und den Ministranten in den sogenannten Kerker gebracht. Mit den Evangeliumstexten vom Ölberggang Jesu und seiner Verhaftung sowie Gesätzen des Rosenkranzes halten wir Andacht und Wache.