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Bericht

Pfarrausflug München-Freising

2007

Die diesjährige Pfarrwallfahrt war den Spuren von Papst Benedikt XVI. gewidmet und führte nach München, dem Sitz des Erzbistums München-Freising und wo er von 1977 – 1982 Erzbischof war. In Freising, dem früheren Bischofssitz der Diözese, empfing er die Priesterweihe und Regensburg wurde seiner Familie zu einer Heimat, in der er einen Lehrstuhl an der Universität innehatte.

Am Morgen des 20. Oktober starteten wir in Erwartung auf zwei eindrucksvolle Wallfahrtstage bei kaltem Wetter und Schneefall und freuten uns über die schon bekannte Teilnehmerrunde, die sich alle Jahre wieder zusammenfindet, egal, wo die Reise hinführt.

Das erste Ziel war der Dom in München. Vergeblich sucht man in der Diözesankathedrale, die Unserer Lieben Frau geweiht ist, nach baulicher und religiöser Kontinuität. Je mehr man im gotischen Grundbau sucht, umso mehr entdeckt man den musealen Charakter des Domes und vermisst die religiöse Atmosphäre. Ab 1994 holte man alle vor dem 2. Weltkrieg sicher gestellten Kunstobjekte, die in den Jahrhunderten zuvor von Gönnern gestiftet wurden, zurück und stattete damit den Dom aus – wodurch der Ausstellungscharakter entstanden ist. Die Führerin wies uns auf das Bildnis von Papst Benedikt XVI. hin, das anlässlich seines Besuches geschaffen wurde. Danach zeigte sie uns den Teufelstritt beim Eingang und erzählte die Geschichte vom Wind, den der zornige Teufel vergaß, als er wieder einmal bei einer Wette den Kürzeren gezogen hatte, sodass um den Frauendom nun immer ein kräftiger Zug weht.

Anschließend ging die Fahrt weiter nach Weihenstephan in Freising. Dort existiert heute noch die älteste Klosterbrauerei. Außerdem entwickelte sich nach der Auflösung des Stiftes um 1803 bis in die heutige Zeit ein wichtiges landwirtschaftliches Bildungs- und Forschungszentrum. Nach dem Mittagessen im Bräukeller folgte eine Führung auf dem Domberg, wo die Kathedrale zu St. Maria und St. Korbinian, dem Bistumsgründer, steht. Die Harmonie der ehemaligen Bistumskathedrale, nun Konkathedrale zum Frauendom, im romanischen Grundbau, der im Laufe der Jahrhunderte mit Elementen der folgenden Baustile erweitert wurde, spricht den Kirchenbesucher wieder mehr an als der Frauendom. Besonders beeindruckend ist die Krypta mit dem Schrein des Heiligen Korbinian und der Bestiensäule, auf der Menschen miteinander kämpfen und wo Maria als Empfängerin des Erlösers dargestellt ist.

Gegen Abend feierten wir in der Andreaskapelle des Kardinal-Döpfner-Hauses, das ebenfalls zum Gebäudekomplex auf dem Domberg zählt, eine Messe.

Bei Anbruch der Dunkelheit führte unser Weg weiter nach Regensburg, wo wir etwas außerhalb der Stadt in einem erstklassigen Hotel übernachten.
Schon früh am nächsten Morgen durfte Herr Pfarrer Hangler in der Niedermünsterkirche, dem Gotteshaus der Dompfarre, für uns und die dortige Pfarrgemeinde die Messe zelebrieren. Kurz schauten die meisten von uns in den Dom zu St. Peter, den bekanntesten gotischen Kirchenbau in Bayern, der auch in seiner Ausstattung als solcher erhalten wird. Ein älterer Herr zeigte uns den Platz, wo Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch 2006 gesessen hatte.

Danach erwartete uns eine erlebnisreiche Führung durch Regensburg, eine sehr alte Römersiedlung mit Resten der alten Befestigungen. Die Bürgerhäuser im italienischen Baustil mit viereckigem Grundriss, Innenhof und Turm werden als Denkmäler erhalten und die Innenhöfe z. B. für Konzerte genutzt. Beim ältesten Wursthaus am Fluss sind Wasserstandsmarken zu sehen. Daneben steht ein Salzhandelshaus und eine 1000 Jahr alte Steinbrücke führt über die Donau in einen anderen Stadtteil. Zur Erinnerung an die Teufelssage sind zwei Hühner, die ersten Opfer für den Teufel anstelle von Menschenseelen, in einen Stein eingearbeitet. Beim Rathaus befinden sich die früher geltenden Maße – Schuh, Elle, Klafter. Wer sich nicht daran hielt, wurde gemaßregelt – d. h. in einem Käfig mehrere Male ins Wasser getaucht.
Trotz der Kälte und des Regens folgten wir begeistert den Ausführungen der Dame, die uns viel Interessantes zeigt und entsprechende Geschichten erzählt.
Nach dem Mittagessen traten wir die Heimreise an. Beim Einsteigen in den Bus gab es noch etwas zu beobachten: Ein Schiff wird in der Schleuse gehoben, um den Wasserweg fortsetzen zu können.
Am späten Nachmittag legen wir in Rohrdorf – in dem Ort, in dem der Häringer Kalk verarbeitet wird – eine Kaffeepause ein und halten in der Jakobskirche eine Dankandacht.

Müde und mit vielen guten Eindrücken erreichten wir gegen 19.00 Uhr Bad Häring und sagten Cilli Rabl wieder einmal DANKE für alles, was sie vorbereitet und organisiert hatte.

Die Fotos stammen von Johann und Maria Höck - auch dafür danke.

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Fotos und Fotorechte: Martina Pfandl